Borussias Trainer Jos Luhukay bedankte sich bei seinem Ersatztorhüter Uwe Gospodarek im letzten Spiel der Saison in Paderborn mit einem Einsatz, seinem ersten Pflichtspiel-Einsatz für den VfL überhaupt. Im Mittelfeld begann Soumaila Coulibaly hinter den Spitzen für Sascha Rösler, der auf der Bank Platz nahm. Für den gesperrten Ex-Paderborner Roel Brouwers stand Thomas Kleine in der Innenverteidigung.
Die Partie begann flott, wenngleich man gleich merken konnte, dass die Gastgeber aus Paderborn ein wenig mehr Engagement an den Tag legten. Der 17-jährige David Hoillet hatte dabei die erste Torchance der Partie, scheiterte aber (4.). Das sollte nicht die letzte Szene des 17-jährigen Kanadiers gewesen sein. Nach zehn Minuten hatte Borussia die erste Chance durch Rob Friend, der nach einer Neuville Flanke nicht genug Druck hinter den Ball bekam.
Nach 1:0 geriet Borussia in Rückstand
Trotz der optischen Vorteile der Gastgeber war es der VfL, der im Hermann-Löns-Stadion in Führung ging. Nach einer Ecke von Marcel Ndjeng erzielte Rob Friend mit dem Kopf aus kurzer Distanz das 0:1 (28.). Doch die Führung währte nicht lange. David Hoillet nahm sich in der 34. Minute ein Herz und schoss aus 14 Metern zum 1:1 ein, nachdem Borussia den Ball nicht aus der Gefahrenzone hatte bringen können. Paderborn nahm dann bis zur Pause das Tor des VfL in Beschlag, und wurde kurz vor der Pause dafür belohnt. Ausgerechnet der Ex-Gladbacher Benjamin Schüßler köpfte aus kurzer Distanz zum 2:1 ein (45.). So hatte Borussia sich das sicher nicht vorgestellt.
Der VfL drehte das Spiel
Deshalb wollte der VfL nach dem Seitenwechsel daran wohl auch etwas ändern. Es dauerte auch nur acht Minuten, bis der VfL den Ausgleich schaffte. Nach einem Freistoß befanden sich die Paderborner in kollektivem Tiefschlaf, was Soumaila Coulibaly gnadenlos ausnutzte. Aus 25 Metern schoss er den Ball Richtung Tor, was sich als die richtige Entscheidung erwies. Es stand 2:2! Doch auch dabei wollte es der VfL zum Abschluss der Saison nun nicht belassen. Und so setzte der frisch für den EM-Kader nominierte Marko Marin wenig später noch eine Duftmarke. Nachdem sich Marcel Ndjeng auf der rechten Seite entschlossen durchgesetzt hatte, spielte er das Leder auf Marin, der den Ball unhaltbar zum 3:2 unter die Latte setzte. In der Folgezeit tauchten die Paderborner zwar noch das eine oder andere Mal vor dem Borussen-Tor auf, aber der Ausgleich gelang nicht mehr. Die beiden besten Chancen vergab wohl der eingewechselte Jerome Aussauer, der an Uwe Gospodarek jedoch nicht vorbei kam. Borussia brachte den Sieg kontrolliert über die Zeit.
Aufgrund der Leistungssteigerung verdiente sich Borussia nach der Pause den Sieg. In den ersten 45 Minuten war Paderborn jedoch die bessere Mannschaft.
SC Paderborn: Kruse – Fall, Kläsener, Gonther, S. Halfar – Hoilett, Gouiffe à Goufan, Fischer (84. Maaß), Schüßler (71. Sinkala) – Löbe, R. Müller (67. Assauer).
Borussia: Gospodarek – Levels (46. Svärd), Kleine, Daems, Voigt – Paauwe – Ndjeng, Marin (80. Baumjohann) – Coulibaly – Friend, Neuville (80. Raffael).
Tore: 0:1 Friend (28.), 1:1 Hoillet (34.), 2:1 Schüßler (45.), 2:2 Coulibaly (53.), 2:3 Marin (58.).
Gelbe Karte: Gouiffe à Goufan.
Zuschauer: 12.000 (ausverkauft).
Schiedsrichter: Georg Schalk.