Der Samstag bleibt Kernspieltag der Bundesliga, allerdings nur noch mit fünf statt sechs Spielen.
Auch das Freitagsspiel wird Bestand haben.
Sonntags gibt es - vor allem aus Rücksicht auf die donnerstags spielenden Uefa-Cup-Teilnehmer - künftig drei Partien.
Frühere Sonntagsspiele
Das sind die Eckdaten, die ab der Saison 2009/2010 gelten und unabhängig vom Bundeskartellamt eingeführt werden können.
Zwei der Sonntagsspiele werden in Zukunft um 14.45 Uhr angepfiffen, eins um 17.00 Uhr.
Die Deutsche Fußball Liga (DFL) informierte die Profivereine und anschließend die Öffentlichkeit am Dienstag über die denkbaren Szenarien der TV-Vermarktung.
Zwei Varianten möglich
Bei Variante A bliebe alles, wie es ist: Die Sportschau oder eine ähnliche Sendung würde samstags um 18.30 Uhr, die Free-Verwertung am Sonntag wie gehabt ab 22 Uhr beginnen.
Bei Variante B gäbe es die Sportschau samstags erst um 22 Uhr, sonntags stattdessen schon um 18.45 Uhr.
Liga bietet mehr Live-Spiele an
Aber keine Regel ohne Ausnahme: Immer, wenn die Nationalmannschaft mittwochs spielt (achtmal pro Saison) wird das Freitagspiel auf Samstag, 20.30 Uhr, verlegt und den Fernsehsendern als Spiel des Monats angeboten.
Bei Variante A können zusätzlich acht Sonntagsspiele für Live-Übertragungen gebucht werden, die dann statt um 17.00 Uhr um 20.30 Uhr angepfiffen würden.
Da die Variante B mit nur drei zeitnah zu nutzenden Spielen unattraktiver ist als der Samstag mit fünf Spielen, ist die Liga bereit, in diesem Fall sonntags 16 Live-Spiele zu offerieren.
19 Vermarktungspakete
Nicht verschwiegen wurde auch, dass sich der Profifußball vom neuen Spielplan mehr Erlöse verspricht.
Die Einnahmen aus den Live-Spielen sollen dabei eventuelle Rückgänge bei den Rechten für Zusammenfassungen kompensieren.
Insgesamt sollen 19 Pakete zur Ausschreibung kommen, zu denen auch Internet- und Mobilfunk- sowie Auslandsrechte gehören.
Noch nichts entschieden
Diese Pakete müssen allerdings vom Kartellamt abgesegnet werden, weshalb Liga-Präsident Reinhard Rauball zur Vorsicht mahnte.
“Noch ist nichts entschieden. Wenn die Ausschreibung startet, können interessierte Unternehmen im Rahmen der vorgestellten Szenarien ihre Gebote abgeben. Die letzte Entscheidung über die Annahme eines Szenarios wird dann die Mitgliederversammlung des Ligaverbandes haben”, sagte er.
Zweite Liga am Samstag
In der Zweiten Liga werden in Zukunft drei Spiele freitags angepfiffen (18 Uhr), eins am Samstag (13 Uhr) und vier am Sonntag (12.30 Uhr). Das Spiel am Montag bleibt wie bisher.
Allerdings gibt es auch im Unterhaus Ausnahmen: Achtmal wird ein Freitagsspiel erst um 20.30 Uhr angepfiffen - dann, wenn die Bundesliga auf den Samstag ausweicht.